Die Zukunft der digitalen Seilprüfung - Absolute Sicherheit durch MRT

 

Die MRT (Magnetic Rope Testing) Methode ist ein zerstörungsfreies, magnetisches und kontaktloses Verfahren, mit dem Drahtbrüche, Verformungen und Korrosion an Drahtseilen erkannt werden können. Mit MRT lassen sich Ihre Drahtseile nun auf digitaler Ebene sicher und höchstgenau überprüfen.

Lassen Sie sich von unseren Experten über die MRT-Seilprüfung beraten oder vereinbaren Sie einen Termin.

Das MRT-Verfahren

Die MRT-Methodik wurde einst in der Seilbahnbranche eingeführt, um äußere sowie innere Defekte zu identifizieren und Fahrgäste maximal zu schützen. Die Technik setzte sich später im Offshore-Schwerlastmarkt aufgrund der steigenden Anforderungen in Bezug auf Effizienz und Sicherheit durch. Mittlerweile ist das MRT-Verfahren überaus etabliert, sodass die neueste Version der ISO4309 bereits MRT als gängige Bewertungsmethode für die Inspektion von allgemeinen Drahtseilen vorsieht.

Das innovative MRT-Konzept entwickelt sich fortlaufend weiter: Dabei verbessert sich das magnetinduktive Verfahren als auch die Benutzeroberfläche kontinuierlich, sodass eine vollständige Drahtseilinspektion mittlerweile komplett automatisch ablaufen kann.

MRT-Geräte sind mit zwei verschiedenen Signalen (auf zwei getrennten Stromkreisen) ausgestattet, die dem Bediener äußere und innere Schäden am Drahtseil anzeigen. So können Drahtbrüche, Korrosion oder Verschleiß sofort erkannt und bewertet werden.

CERTEX besitzt nicht nur das Equipment, um das MRT-Verfahren anzuwenden. Vielmehr sind unsere Technikexperten tiefgehend auf das Verfahren geschult und können in jedem Anwendungsfall die richtigen Schlüsse ziehen. Dabei stehen den CERTEX-Kunden zwei MRT-Verfahren zur Auswahl: Automatisch oder mobil!

Das automatisierte Prüfverfahren mit dem Rope Watcher"

Das automatisierte Prüfverfahren wird vor allem bei überaus wichtigen und einsatzkritischen Hebevorrichtungen eingesetzt. Oftmals vertrauen Unternehmen CERTEX bei diesem Verfahren, wenn die Sicherheit von Menschenleben oder eine fortlaufende Produktion gewährleistet werden muss. So verwenden die Schwerlastindustrie, Seilbahnen oder Aufzugsunternehmen Drahtseile auf unterschiedliche Weise - die grundsätzlichen Aspekte hinsichtlich Sicherheit und Betriebskontinuität bleiben dennoch gleich.

Der geschulte CERTEX-Servicetechniker wird beim automatisierten MRT-Verfahren den sogenannten „Rope Watcher“ fest am durchlaufenden Drahtseil verbauen, sodass das Gerät kontinuierlich und in Echtzeit Daten zum Drahtseil aufzeichnet. Über eine mit der Software verbundene Benutzeroberfläche kann der Anwender jederzeit Veränderungen am Drahtseil beobachten oder sich benachrichtigen lassen, wenn Veränderungen auftreten. Mit dem „Rope Watcher“ ist man somit immer auf der sicheren Seite!

Das mobile manuelle Prüfverfahren

Das mobile Prüfverfahren ermöglicht es, Prüfungen flexibel und individuell durchzuführen. Dabei kann ein geschulter CERTEX-Servicetechniker verschiedene Drahtseile innerhalb eines Prüfauftrages lokal prüfen. Mit einem mobilen Prüfgerät ausgestattet, ist der Zustand des betreffenden Seils in kürzerer Zeit zu überprüfen. Die Diagnose-Software identifiziert entlang des gesamten Seils mögliche Schäden und zeichnet alle Daten in Übereinstimmung mit der internationalen Norm ISO 4309 auf. Nach der Inspektion wird dem CERTEX-Kunden der Prüfbericht als gültiger Rechtsschutz freigegeben.

Schweres Heben

MRT kam in den 80er Jahren zum ersten Mal in diesem Sektor zum Einsatz, insbesondere für spezielle Anwendungsfälle. Obwohl Schwerlastseile keine Menschen, sondern Lasten heben, ist die Sicherheit außerordentlich wichtig, da ein Versagen gar Katastrophe verursachen kann (man stelle sich ein Stahlwerk oder ein Bergwerk vor).

Ein starker Fortschritt in der Technologie führte Anfang 2000 zur Verfügbarkeit von Schwerlasthebegeräten, die den Seilbahnnormen entsprechen. In der aktuellsten Version der ISO4309 (2017) wird MRT als State-of-the-Art-Methode für interne Schäden genannt. 

Drehungsarme Drahtseile werden tatsächlich in vielen Anwendungen eingesetzt. Drehungsarme Drahtseile verhalten sich je nach Seillage unterschiedlich. Die Degradation beginnt oft im Inneren des Seils, und eine Standard-Sichtprüfung reicht nicht aus, um eine korrekte Bewertung zu gewährleisten. In diesen Fällen wird eine MRT-Inspektion dringend empfohlen, um Ausfälle und Schäden zu vermeiden.

Einsatz der MRT bei Seilbahnen

In dem Seilbahn-Sektor ist die Anwendung der MRT in der Regel erforderlich und in einigen Ländern sogar vorgeschrieben. Sicherheit ist das oberste Gebot und die Kontrolle des aktuellen Zustands der Drahtseile ist sehr wichtig.

Die MRT-Anwendung ist nicht auf interne Schäden beschränkt, sondern auch für externe Drähte. Darüber hinaus ist der Seilbahnsektor die erste Branche, in der spezifische Normen für die MRT-Inspektion entwickelt wurden. Diese Normen, wie z. B. die EN12927, gelten inzwischen für verschiedene Bereiche.

Die Seilprüfung durch MRT ermöglicht außerdem eine erhebliche Zeitersparnis. Drahtseile können bspw. in weniger als 2 Minuten geprüft werden (einschließlich Prüfeinstellung) was die Genauigkeit einer visuellen Inspektion, die in einer dunklen und engen Umgebung durchgeführt wird, um das Zehnfache erhöht.

Aufzüge

In dieser Branche ist die Sicherheit überaus bedeutsam, da eine Aufzugsmaschine Menschen von einem Stockwerk zum anderen befördert und jeden Tag Millionen von Fahrten durchgeführt werden. Ein Fehler in einem oder mehreren Seilen kann zu Verletzungsfällen sowie zu anderen Problemen führen (Stillstand der Anlage, Schäden, etc.). Eine visuelle Inspektion ist aufgrund der engen Platzverhältnisse und des hohen Zeitaufwands äußerst schwierig. Der Wartungsprozess kann durch MRT in Bezug auf die Zeitersparnis massivst profitieren.

Der Aufzugsmarkt ist durch verschiedene Arten von Aufhängungselementen gekennzeichnet, wie z. B. Drahtseile, beschichtete Seile und Gurte. Eine Aufzugsanlage ist nicht immer der geeignete Ort, um eine Sichtprüfung durchzuführen, da es meist zu dunkel und zu eng ist.

AMC Instruments hat zusammen mit Mennens Niederlande spezielle Werkzeuge entwickelt, um eine genaue magnetinduktive Inspektion an allen genannten Aufhängungselementen durchzuführen, auch an Gurten und beschichteten Seilen, bei denen eine visuelle Inspektion praktisch unmöglich ist.